Hermann Poppelbaum
Poppelbaum, Hermann

Naturwissenschaftler, Vorstandsmitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, Leiter der Pädagogischen und Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum.

*24.05.1891 Frankfurt/Main (Deutschland)
.17.07.1979 Dornach (Schweiz)















Hermann Poppelbaum ist vor allem durch seine naturwissenschaftlich-anthroposophischen Vorträge und Schriften bekannt geworden. Evolutions- und Vererbungsfragen, Tierwesenskunde und die anthroposophische Erkenntnismethodik stehen im Mittelpunkt seines Werkes. Er war von 1949 bis 1966 Mitglied des Vorstandes der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und nach dem Tode Albert Steffens seit Ende 1963 Vorstandsvorsitzender. Von 1949 bis 1964 leitete er die Pädagogische Sektion, von 1963 bis 1971 die Naturwissenschaftliche Sektion.

Seine Kindheit verbrachte er in Frankfurt am Main, wo er am 24. Mai 1891 als Zweiter von neun Geschwistern geboren wurde. Sein Vater Hartwig Poppelbaum besaß die Schriftgießerei „Benjamin Krebs Nachfolger‟. 1904 starb seine Mutter Emma, geborene Schneider. Im Realgymnasium erwachte sein Interesse für die Naturwissenschaft und der 13-Jährige gründete zusammen mit seinem Bruder einen zoologischen Verein „Linné‟, der ein Jahr später mit anderen Schülern und Schülerinnen zum Naturwissenschaftlichen Jugendverein „Minerva‟ ausgebaut wurde. Sein Interesse konzentrierte sich immer mehr auf Entwicklungs- und Abstammungsfragen. Besonders spannend waren die heftigen Diskussionen für und wider die Ansichten Ernst Haeckels, dessen „Welträtsel‟ gründlich studiert wurden. Damals wurde überall in wissenschaftlichen, religiösen, aber auch Laienkreisen über die Abstammungsfrage diskutiert. Ungewöhnlich ist allerdings das intensive Interesse des erst 14-Jährigen. Mit 18 Jahren begann er sein naturwissenschaftliches Studium in Freiburg i. Br. Er hörte Vorlesungen über vergleichende Anatomie bei Robert Wiedersheim und über Deszendenztheorie bei August Weismann. Später in München vermittelte Richard Hertwig in lebendigen Praktika und Exkursionen Anatomie und Erbbiologie. Außerdem studierte er bei Karl von Frisch, dem Pflanzenmorphologen Karl Goebel und bei Richard Goldschmidt. Er promovierte 1913 in München mit einer experimentellen Arbeit zum Thema „Studien an gynandromorphen Schmetterlingen‟. Neben seinem Studium nahm er am künstlerischen Leben Münchens teil, spielte selbst Theater, dichtete, zeichnete, spielte gut Klavier und hatte ein absolutes Gehör.

Seine Militärdienstpflicht leistete er als Kavallerist in Mainz, direkt anschließend brach der Erste Weltkrieg aus und Poppelbaum wurde als Offizier zu einem Dragonerregiment eingezogen, kam zuerst nach Russland, dann nach Frankreich. Zwei Monate vor Kriegsende geriet er in französische Gefangenschaft und kam in ein Lager in Albertville in Savoyen. Im Offizierslager richteten die Gefangenen eine Art Universität ein, in der Poppelbaum Vorlesungen über „Vererbung und Entwicklung‟ hielt. Im Lager begegnete er Otto Palmer, der ihn zu einem Arbeitskreis einlud, in dem Schriften von Rudolf Steiner studiert wurden. So lernte er die Anthroposophie kennen und stellte 1919 aus dem Lager den Antrag auf Mitgliedschaft in der Anthroposophischen Gesellschaft. Sein erstes Gespräch mit Rudolf Steiner fand während des Hochschulkurses zur Eröffnung des ersten Goetheanum im September 1920 statt. Poppelbaum hielt bei dieser Tagung neben anderen jungen Naturwissenschaftlern bereits einen Vortrag.

In der Folge beteiligte er sich aktiv am Aufbau der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland, 1920-28 in Frankfurt a. M., dann als Zweigleiter in Hamburg. Nach der Weihnachtstagung 1923/24, an der er teilgenommen hatte, wurde er von der Goetheanumleitung dazu autorisiert, öffentlich im Namen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft als Redner aufzutreten. Anfang der 30er-Jahre wurde er in den Vorstand der deutschen Landesgesellschaft gewählt. Im Zusammenhang mit dem Verbot der Anthroposophischen Gesellschaft durch die Nationalsozialisten 1935 wurde er mehrfach in Hamburg von der Gestapo verhört und nach Berlin zitiert. Dort traf er unvermutet mit Johannes Hemleben zusammen. Diese Verhöre gaben den letzten Anstoß dazu, einem Angebot aus England zu folgen und mit seiner Frau Edith sowie seinen zwei Söhnen zu emigrieren.

1939 wurde Poppelbaum in die USA nach Spring Valley (NY) zur Sommertagung und anderen Vorträgen eingeladen. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war ihm die Rückkehr nach England verwehrt, Frau und Kinder konnten in die Schweiz ausreisen. Er setzte seine Vortragstätigkeit in den USA fort, unterrichtete in dortigen Waldorfschulen und als Gastdozent für Biologie an der Alfred University im Staate New York. Erst 1948 kam er wieder mit seiner Familie in der Schweiz zusammen.

Die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft bestätigte 1949 den Vorschlag von Albert Steffen und Guenther Wachsmuth ihn zusammen mit Wilhelm Lewerenz in den Vorstand zu berufen. Er übernahm die Leitung der Pädagogischen Sektion und 1963, nach dem Tode von Guenther Wachsmuth auf dessen testamentarischen Wunsch die Leitung der Naturwissenschaftlichen Sektion. Nach dem Tod Albert Steffens 1963 wurde Hermann Poppelbaum mit 73 Jahren Vorstandsvorsitzender. Bald aber traten innerhalb des Vorstandes Spannungen auf, die mit der „Bücherfrage‟ zusammenhingen, in der Herbert Witzenmann und er verschiedene Ansichten vertraten. Sie führten dazu, dass Poppelbaum am 14. Juni 1965 den Gesamtvorstand um seine Demissionierung bat. Hinzu kam eine Kritik an seinen persönlichen Verhältnissen. Nachdem seine Frau Edith 1964 nach langer Pflegebedürftigkeit verstorben war, war er eine zweite Ehe mit der jungen Lotte Brück eingegangen. In seiner Abschiedsansprache 1966 hob er hervor, dass es keineswegs Gewissenskonflikte seien, die ihn zum Rücktritt veranlassten, sondern die Sorge vor persönlich tingierten Auseinandersetzungen, die eine fruchtbare Entwicklung der Gesellschaft behindern (Poppelbaum 1966, S. 83f).

Seine letzten 14 Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen, arbeitete aber intensiv im Rahmen der Naturwissenschaftlichen Sektion, deren Leitung er weiterhin innehatte. Durch die Übernahme des Vorstandsvorsitzes Dezember 1963 war es für ihn immer schwieriger geworden, die naturwissenschaftliche Arbeit zu betreuen, zumal er damals schon ein hohes Alter erreicht hatte. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, vor allem auch Dozenten der Universität Göttingen wie Ernst-August Müller, Norbert Pfennig oder Robert Bünsow, die seine Arbeitsweise besonders schätzten, schlugen ihm gemeinsam mit den Dornacher Mitarbeitern vor, ein Sektionskollegium zu bilden. Er griff den Vorschlag gerne auf und die drei in Dornach ansässigen jüngeren Kollegen Mario Howald, Anselm Basold und Jochen Bockemühl wurden „Sekretäre‟. Es entstand eine freundschaftliche Zusammenarbeit, die später bei der Bildung anderer Sektionskollegien als Vorbild diente. 1971, an seinem 80. Geburtstag, übergab er die Sektionsleitung an Jochen Bockemühl.

Hermann Poppelbaum starb im 89. Lebensjahr am 17. Juli 1979.

Die erste Schrift, in der Poppelbaum den Entwicklungsgedanken Rudolf Steiners aufgriff, veröffentlichte er 1924 in Frankfurt - im gleichen Jahr erschien in Dornach das Erstlingswerk von Guenther Wachsmuth über die ätherischen Bildekräfte. Poppelbaums Schrift hatte den Titel „Der Bildekräfteleib der Lebewesen als Gegenstand wissenschaftlicher Erfahrung‟. Nach 20-jähriger gründlicher Beschäftigung mit den Fragen der Entwicklung und Vererbung bis hin zum Menschen hatte er die Grenzen der Wissenschaft gut kennen gelernt. In der Auseinandersetzung mit den damals herrschenden Auffassungen über die Natur eines Organismus zeigte er z. B. deutlich, wie ein „unraumhafter Naturbestimmer‟, wie ihn Driesch aufgrund seiner Experimente fordert, der Vorgehensweise, der man sich als Wissenschaftler verpflichtet fühlt, widerspricht. Driesch zeigt auch keinen methodischen Ansatz auf, wodurch er sich in der Frage des „Ganzmachenden‟ der früher zur Charakterisierung der Eigenart von Organismen gedankenlos angenommenen „Lebenskraft‟ nähert. Andererseits verwendet er auch den Begriff „Entelechie‟ und kommt so in die Gefahr, ins Mystische abzugleiten. Nach Poppelbaums Auffassung liegt der Grund für diese „Sackgassen‟ der Wissenschaft darin, „dass man der Eigenart der Wirkungen, über die man nachdachte, gar keine Rechnung trug‟ (Poppelbaum 1924, S. 25). Er zeigte anhand seiner reichen Detailkenntnis, dass das „Ganzmachende‟, auf das alle Erscheinungen hinweisen und das sich dem naturwissenschaftlichen Denken nicht fügt, weder eine „Kraft‟ sein kann, die sich irgendwie mit den Wirkensgründen der unbelebten Natur vergleichen ließe, „noch ein zweckhaft wirkendes Prinzip‟. Das Problem besteht bis heute, nur wird es von der Wissenschaft verdrängt, wenn man über Organismen spricht. Was sich Poppelbaum aus einer Besinnung der Lebenserscheinungen ergibt, ist die Forderung nach einer wissenschaftlichen Methodik, die der Denkweise entgegengesetzt ist, die alle Wirkungen auf punktuelle Ausgangspunkte und Potenziale zurückführt.

Bemerkenswert ist nun, wie er mit den geisteswissenschaftlichen Darstellungen Steiners umgeht. Er führt hier den Begriff des „Schauens‟ für das übersinnliche Erkennen der Wirkungen von „Kräften‟ ein, die weder einen räumlichen Ausgangspunkt noch ein Potenzial haben. Er weist beispielsweise auf Spiegelungsphänomene bei der Entstehung von Symmetrieverhältnissen von Organismen hin, die im Gegensatz zu einem physikalischen Feld ein „überräumliches Feld‟ fordern. Etwas muss aus dem Raum heraus, um umgestülpt wieder zu erscheinen. Das zu denken erfordert den Übergang von einer Erkenntnis, die sich auf ein Äußeres, „Gesehenes‟ richtet, zu einer solchen, die von einem innerlich Erfahrenen ausgeht. Damit steht das „Schauen‟ im Gegensatz zum Sehen. Was davon als Wirkung sinnlich erscheint, ist bildhafter Natur, Hinweis auf ein Zusammenhängliches, für das das entsprechende Organ auszubilden ist. Ein Verständnis für das „Schauen der Idee‟, von dem zu Goethes Zeiten noch mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gesprochen werden konnte, wurde für den Wissenschaftler immer schwieriger. Die Urpflanze Goethes ist eben kein „Begriff‟. „Sie ist ebenso real und wirksam gedacht in der physischen Natur wie ein Begriff in unserer Gedankenwelt ‚wirksam’ sein kann; aber sie ist selber kein Begriff; sie kann nur im Begriffe erfasst werden.‟ (Ebd., S. 66) Auch heute noch ist für viele die Idee des Typus ein Begriff, selbst wenn von einer Idee gesprochen wird. Das Hindernis besteht im „leibgebundenen‟, nach außen gerichteten Denken, dem sich der Wissenschaftler verpflichtet fühlt. Weil Poppelbaums an Naturbeobachtungen geschultes Denken von einer besonderen Aufmerksamkeit auf die Eigenart der Erscheinungen, denen er sich zuwandte, begleitet wurde, war er fähig, dieses Hindernis zu überwinden. Er konnte die Grenzen und Möglichkeiten einer bestimmten Denkweise, die gewöhnlich übersehen werden, jeweils selbst erfahren. Das schauende, in zusammenhängenden Bildern verlaufende Denken wurde ihm zum Organ, durch das sich die Eigenart der Erscheinungen selbst ausspricht.

Später äußerte Poppelbaum, dass er bei seiner Erstveröffentlichung zunächst alles übersinnlich zu Erfahrende nur mit dem Ätherleib in Zusammenhang bringen konnte. Die Beziehungen zum Astralleib und zum Ich sowie die entsprechenden Erkenntnisweisen seien ihm dann erst später deutlicher greifbarer geworden. Für seine Evolutionsbetrachtungen setzt er die Fähigkeit voraus, den „Typus Mensch‟ zum geistigen Wahrnehmungsorgan werden zu lassen. Erkennt man das nicht, kann man natürlich darüber streiten, ob der Typus immer gleich bleibt oder sich entwickelt und warum der Mensch sowohl am Anfang als auch am Ende der Entwicklung stehen kann. Was mit diesem Organ betrachtet wird, kann sehr wohl Metamorphosen und eine Entwicklung durchmachen. Um im Bild zu bleiben, könnte man sagen: Die mit diesem Organ betrachteten Erscheinungen werden gerade dadurch immer reicher, dass das Organ selbst nicht der Verwandlung unterliegt.

Poppelbaums naturwissenschaftliche Arbeit, zusammen mit dem intensiven Studium der Werke Steiners, bildete auch die Grundlage für seine allgemein-anthroposophische Arbeit. Sein Hauptanliegen war dabei, gegen die Verflachung des Bewusstseins und des wissenschaftlichen Anspruchs anzukämpfen. In bescheidener Weise führte er beispielhaft die Gangbarkeit und Fruchtbarkeit der von Steiner vorgezeichneten Erkenntniswege vor. Das wirkte ermunternd und zugleich falsche Erwartungen zurechtrückend, die oft den Übungs- oder Schulungsweg behindern. Er war der Überzeugung, damit auch heilsam bei der Überwindung von sozialen Schwierigkeiten zu wirken. Bereits zwischen 1929 und 1935 pflegte er eine regelmäßige Arbeit an Steiners Leitsätzen (GA 26) in Deutschland, die er 1949 am Goetheanum sofort wieder aufgriff und bis 1974 fortsetzte. Sie bestand im Wesentlichen darin, die Texte Steiners auf eine beispielhafte, bedächtige Weise so zu präsentieren, dass es dem Teilnehmer möglich wurde, die Ausführungen Steiners aufzunehmen, in Ruhe mitzudenken und selbstständig zu besinnen. Freilich war damit stets die eigene Aktivität angesprochen. Poppelbaum hatte eine umfangreiche und konstant bleibende Zuhörerschaft.

Jochen Bockemühl


Werke: Der Bildekräfteleib der Lebewesen, Stuttgart 1924; Mensch und Tier,
Basel 1928, Frankfurt/M. 8. Aufl. 1981; Die seelischen und geistigen
Untergründe des Sports, Dornach 1930, später: Die Untergründe des Sports
²1973; Im Kampf um ein neues Bewußtsein, Dresden 1935, Dornach ³1991;
Tier-Wesenskunde, Dresden 1937, Dornach ³1982; Menschengemäße
Naturerkenntnis. Gesammelte Aufsätze, Basel 1942; Destiny and Freedom,
London o. J., East Grinstead ³o.J.; Memory and its Cultivation, East
Grinstead o. J.; Man’s Eternal Biography, New York 1945; A New Biology and
its Bearing upon Farming, London o.J.; Sternenall, Schicksalsrätsel und
Erdenwürde, Dornach 1949; ab 2. Aufl.: Schicksalsrätsel, Verkörperung und
Wiederverkörperung ³1980; The Etheric Body in Idea and Action, London
1955; Studien über das Schicksal, Dornach 1957, ²1972; Entwicklung,
Vererbung, Abstammung, Dornach 1961, ²1974; Rücktrittsansprache,
Generalversammlung. Erster Bericht, in: N 1966, Nr. 19; Goethe als
esoterischer Christ, Dornach 1982; Beiträge in Sammelwerken;
Übersetzungen ins Englische, Französische, Niederländische, Spanische und
Norwegische erschienen; zahlreiche Beiträge in G, weitere in A, AGB, AM,
BfA, BeH, CH, DD, DsO, EK, F, MaD, MBD, MdV, Med, MM, Msch, N, NBD,
OeB, Pfa, SbK, Ssp, St.
Literatur: Hagemann, E.: Bibliographie der Arbeiten der Schüler Dr. Steiners,
o. O. 1970; Hiebel, F.: Dr. Hermann Poppelbaum, in: N 1979, Nr. 31; Unger,
G.: Hermann Poppelbaum als Naturwissenschaftler, in: N 1979, Nr. 41;
Gerbert, H., Klein, E.: Erinnerungen an Dr. Hermann Poppelbaum, in: N 1979,
Nr. 51/52; Kreutzer, C.: Hermann Poppelbaum, in: MaD 1979, Nr. 130;
Betteridge, B.: Recollections of Hermann Poppelbaum, Barnes, H.: A
Message to the Vorstand, in: NAA 1979, Nr. Autumn; Schöffler 1987; Schad,
W.: Zum hundertsten Geburtstag von Hermann Poppelbaum, in: Tycho Brahe
Jahrbuch 1991, Niefern 1991; Unger, G.: Zum hundertsten Geburtstag von
Hermann Poppelbaum, in: N 1991, Nr. 23.




Abkürzungen: siehe www.kulturimpuls.org

Copyright: Text und Bild sind urheberrechtlich geschützt. Reproduktion in jeglicher Form nur nach schriftlicher Genehmigung der Forschungsstelle Kulturimpuls, Dornach
Forschungsstelle Kulturimpuls Biographien Dokumentation www.kulturimpuls.org