Otto Becher
Becher, Otto

Pfarrer in der Christengemeinschaft.

*26.06.1891 Holzminden (Deutschland)
.18.07.1954 Pforzheim (Deutschland)

Otto Becher, Mitbegründer der Christengemeinschaft, begegnete Steiners Geisteswissenschaft erstmals 1915 während des Theologiestudiums in Göttingen durch Rudolf Meyer. Ihm wurde klar, dass ihm nun die Pfarrer- oder theologische Dozentenlaufbahn verschlossen war. Becher wurde zunächst Lehrer an Paul Geheebs (1870-1961) 1910 gegründeter Odenwaldschule. Er war auch Hauslehrer in Schlesien und bei der Familie Stegemann auf Gut Marienstein. Im Jahre 1921 schloss Becher sich dem Begründerkreis der Christengemeinschaft an, nahm am theologischen Junikurs und im Herbst 1922 an der Breitbrunner Versammlung teil. Er erhielt die Priesterweihe in Dornach am 16. September 1922 und begründete mit Claus von der Decken die Hannoversche Gemeinde. Nach kurzer Tätigkeit in Hannover, Breslau und Görlitz (1923) begann er 1924 sein Pforzheimer Priesteramt. Von Görlitz aus nahm er am Landwirtschaftlichen Kurs in Koberwitz teil. 1924 beteiligte er sich am Arbeitstreffen der Theologen auf Marienstein. Neben seinem 30 Jahre währenden Pforzheimer Priesteramt widmete er sich der Arbeit im dortigen Zweig. Er war ein ausgezeichneter Organisator mit einem ausgeprägten Improvisationstalent. In der Verbotszeit arbeitete er als Sekretär in der Metallschlauchfabrik von Herbert Witzenmann. Nach 1945 setzte er sich als Vorstandsmitglied des Waldorfschulvereins für die Pforzheimer Schule ein.

Mario Zadow


Werke: Beiträge in CH und N.
Literatur: Wistinghausen, K. v., Meyer, R.: Otto Becher, in: MaD 1954, Nr. 30; Bock E.: Otto Becher, in: CH 1954, Nr. 9; Gädeke, R.F.: Die Gründer der Christengemeinschaft, Dornach 1992.




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