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Biographien Dokumentation der Forschungsstelle Kulturimpuls
Zu den biographischen Porträts
Die
hier zugänglichen biografischen Porträts wurden von den Autorinnen und
Autoren als Originalbeiträge für das Biografien-Projekt der
Forschungsstelle Kulturimpuls geschrieben. Diese ca. 1250 Biographien wurden von Bodo von
Plato redaktionell bearbeitet. Bei fremdsprachigen Originaltexten
werden die Übersetzer nur in Ausnahmefällen genannt. Zahlreiche
Übersetzungen besorgten Jan Pohl und Christel von Grumbkow. Darüber hinaus wurden zu ca. 800 Personen biographische Archiv-Notizen von Jan Pohl erstellt, die einige Kerndaten aus Nachrufen zusammenstellen.
Darüber hinaus hat die Forschungsstelle Kulturimpuls eine Datenbank mit derzeit ca. 26.000 Personeneinträgen, mit bio-bibliographischen Angaben. Anfragen hierzu senden Sie bitte an info@kulturimpuls.org Für diese Daten wurden die wichtigsten 10 Zeitschriften und Nachrichtenblätter vollständig nach biographischen Daten und Aktivitäten bei Ereignissen wie Tagungen, Gründungen, Institutionen usw. ausgewertet.
Konventionen Am Beginn jedes Personen-Dossiers wird neben dem Familien- und Vornamen das Haupttätigkeitsgebiet genannt. Die Erwähnung von Funktionen innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft ist auf die Vorstände und Sektionsleiter am Goetheanum sowie die Generalsekretäre anthroposophischer Landesgesellschaften beschränkt; die Funktion der Generalsekretäre ist bis in die 60er-Jahre nicht scharf konturiert. Geburts- und Todesdatum, Ort und Land werden angegeben. Bei Erwähnung von Vorträgen, Vortragszyklen oder Kursen Rudolf Steiners, die für die biografische Entwicklung des Porträtierten von Bedeutung waren und die in der Rudolf Steiner-Gesamtausgabe erschienen sind, wird ggf. die entsprechende GA-Nummer in Klammern angegeben. Bei unverwechselbaren Titeln wie Grundwerken Rudolf Steiners („Theosophie“ etc.) wird auf die GA-Angabe verzichtet. Die Mitgliedschaft in der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft sowie die Lektorenschaft in der Hochschule werden nicht systematisch erwähnt. Die Bibliografien zu den Porträts (Werke, Literatur, ggf. Nachlass etc.) wurden von Jan Pohl zusammengestellt. Es handelt sich in der Regel um eine Auswahl der wesentlichen Arbeiten, bei der die Autorinnen und Autoren z.T. mitwirkten. Die Literatur gibt Quellen zur Biografie an und bezeichnet nicht unbedingt die für Autorinnen und Autoren maßgebliche Grundlage zur Erstellung des Artikels. Für anthroposophische Zeitschriften wurde ein Abkürzungsverzeichnis verwendet, das von der Forschungsstelle Kulturimpuls in Zusammenarbeit mit anthroposophischen Bibliothekaren und der Dokumentation am Goetheanum entwickelt wurde. (Zum Abkürzungsverzeichnis) Die Fotos stammen aus veröffentlichten und privaten Quellen und Archiven; sie sind teilweise urheberrechtlich geschützt. Urheber und Copyright können über die Forschungsstelle Kulturimpuls (www.kulturimpuls.org) erfragt werden.
Technik und Programmierung Die Speicherung und Verwaltung der Daten geschieht mit dem Web-basierten Limbas Datenbanksystem (www.limbas.com). Die Projektplanung wurde von Robin Schmidt in Zusammenarbeit mit Leander Seyffer und Sven Baumann, die Programmierung durch Axel Westhagen vorgenommen. Entstehung und Entwicklung
Anfang
der 1990er-Jahre, in der Aufbauphase der Forschungsstelle Kulturimpuls,
kreisen Gespräche von Christoph Lindenberg, Götz Deimann und Bodo von
Plato um die Frage der Wirklichkeit im Hinblick auf das menschliche
Leben und die Geschichtserkenntnis. Wie stehen gelebtes, erzähltes und
erinnertes Leben in ihrem Realitätscharakter zueinander? Es geht darum,
wie Geschichte nicht nur aus Motiven und Taten entsteht, sondern auch
aus dem sich wandelnden Verstehen und Beurteilen, das ihnen
entgegengebracht wird; darum, wie Gelebtes, Erinnertes und Erzähltes
den Einzelnen und Gruppen, Generationen und Epochen prägt, ihre
Wirklichkeit und Entwicklung bestimmt.
Neben
anderen Projekten der Forschungsstelle Kulturimpuls konturiert sich die
Idee, durch eine Zusammenschau von Lebensläufen die Entwicklung und
Wirklichkeit der Anthroposophie im 20. Jahrhundert kritisch-konstruktiv
sehen zu lernen. Manche Kenntnisse, ebenso umfangreiche wie verstreute
Erinnerungsliteratur, Nachrufe und Materialien lagen vor. Jan Pohl
beginnt den Aufbau einer biografischen und bibliografischen
Dokumentation. Ein erstes Namensverzeichnis prägender Anthroposophen
entsteht. Erste kleine Porträts werden geschrieben. Immer deutlicher
wird die bekannte Tatsache, wie einseitig jeder Blick auf andere
Menschen, wie unzureichend und doch unersetzlich jedes Dokument, jede
Quelle ist, wie unzuverlässig die Erinnerung.
1997
wird beschlossen, andere Mitwirkende, die einzelne Arbeitsfelder und
Menschen aus fachlicher oder persönlicher Nähe kennen, einzuladen,
biografische Porträts zu schreiben. Die Autorinnen und Autoren machen
auf weitere, in ihrem Arbeits- oder Lebensgebiet vorangegangene
Anthroposophen aufmerksam. Besonders Terje Christensen in Norwegen,
dann Henry Barnes in den USA und Hans Peter van Manen in Holland setzen
sich neben vielen anderen für das Projekt ein.
Korrespondenz
und Textredaktion nehmen zu. Erika Albert übernimmt das Projekt-Büro in
Heidelberg. Robin Schmidt arbeitet sich in die geschichtlichen
Zusammenhänge um die Porträtierten ein, Grundlagen dafür waren in der
Forschungsstelle u. a. von Christiane Haid gelegt. Uwe Werner im Archiv
am Goetheanum recherchiert quellenkritische Frage- und
Problemstellungen. Mirjam Hege beginnt mit dem Aufbau eines digitalen
Fotoarchivs. 2001 gibt Renatus Ziegler eine Auswahl biografischer
Skizzen aus dem mathematisch-astronomischen Arbeitsgebiet heraus. 2002
erscheinen Vorabdrucke einzelner Lebensbilder in anthroposophischen
Zeitschriften. Im Frühjahr 2003 liegen über tausend kleinere oder
größere Porträts von über 400 Autorinnen und Autoren vor.
Zum Buch: „Anthroposophie im 20. Jahrhundert. Ein Kulturimpuls in biografischen Portäts“ - Eine Auswahl als Buchpublikation
Für
den Entwurf eines symptomatischen Bildes in einem Buch als Auszug aus
der Biographien-Dokumentation, das in seinen Proportionen dem
wirklichen Leben entsprechen soll, muss eine Auswahl getroffen werden.
Der Jahrhundertverlauf, die Entwicklungen in den verschiedenen
Interessen-, Arbeits- und Berufsgebieten, in den Ländern und
Kontinenten und nicht zuletzt in der Anthroposophischen Gesellschaft
sollen repräsentiert werden. Empfindliche Lücken werden deutlich, vor
allem in den außereuropäischen Ländern. Die Autorinnen und Autoren
unterstützen die Arbeit mit Ergänzungen und Vorschlägen, mit
Verständnis für Kürzungen und Änderungen. Heike Jacobsen, Verena
Reichert und Christel von Grumbkow kümmern sich um Korrektorat,
Übersetzungen und Textverarbeitung. Karl Martin Dietz und die
Mitarbeiter des Hardenberg-Instituts in Heidelberg stellen Räume und
Begleitung bereit. Aus ihren fundierten Kenntnissen zur Geschichte der
anthroposophischen Bewegung geben Gundhild Kacer-Bock und Hella
Wiesberger Rat. Das Unzureichende bleibt. Dennoch sollte mit diesem
Buch aus dem Werden der Anthroposophie im 20. Jahrhundert erzählt
werden – ein Versuch, entwicklungsgeschichtlich zu verstehen. Das Buch
erschien mit einer Auswahl von ca. 600 Porträts im November 2003 im
Verlag am Goetheanum.
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