Hanns Hoffmannlederer
Hoffmannlederer, Hanns

*03.02.1899 
†17.04.1970 Achberg (Deutschland)

-- Biographische Archiv-Notiz --

1919 war Hanns Hoffmannlederer einer der ersten Studenten am Bauhaus in Weimar.

Er hatte Unterricht bei Johannes Itten, Paul Klee, Georg Muche und Oskar Schlemmer. Nach der Studentenzeit lernte er die Anthroposophie durch seine Frau Mila Bovet, Schriftstellerin, Künstlerin und ehemalige Bauhäuslerin kennen, die Gesichtspunkte der Anthroposophie gerne mit Hans Kaysers Harmoniklehre zusammen betrachtete.

Er wirkte als Bildhauer, Plastiker und Formgestalter.

1945-50 führte er die Vorlehre an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und bildende Künste, Weimar, durch. 1950-64 war er Leiter der Vorkurse an der Werkkunstschule Darmstadt.

Nach 1964 gab er freie künstlerisch-wissenschaftliche Kurse in seinem Haus in Achberg.

Er suchte nach Möglichkeiten, Bewegungsqualitäten aus dem Material heraus zu arbeiten. Zu seinem Lebensziel gehörte es, seine Plastiken durch Musik zum Klingen zu bringen.

Er stellte um 1970 der Initiative des Internationalen Kulturzentrums in der Gemeinde Achberg ein großes Gelände zur Verfügung.

Eine "Interessengemeinschaft für Lebensgestaltung" kümmert sich seit 1999 um sein Lebenswerk. Im Februar 1999 fand eine Werkausstellung im Gemeindezentrum der Christengemeinschaft in Wangen statt.




Werke: Tagebuchblätter, Arbeitsnotizen, Handzeichnungen, rhythmische Studien, Auszug aus einem Arbeitsbrief an Ursula Anders 1967, in: Hoffmannlederer, M., Emde, H.: Zauber der Gesetzmäßigkeit, Darmstadt 1972.
Literatur: Hoffmannlederer, M., Emde, H.: Zauber der Gesetzmäßigkeit. Raumformen von Hoffmannlederer, Darmstadt 1972; Jüngel, S.: Im Jahr 2000, Gesamtausstellung zu Hanns Hoffmannlederer, in: G 1999, Nr. 11; Hoormann, A. [Hrsg.]: Hanns Hoffmann-Lederer, Bauhäusler, Grafiker, Maler, Formgestalter, Plastiker. Ausstellungskatalog, Weimar 2001.




Abkürzungen: siehe www.kulturimpuls.org

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