Agnes Steineger Steinegger
Steineger Steinegger, Agnes

*21.01.1863 Bergen (Norwegen)
†16.06.1965 Bergen (Norwegen)

-- Biographische Archiv-Notiz --

Der Vater von Agnes, Petter Stamer Steineger, war Kaufmann und hatte ein Geschäft in Bergen, ihre Mutter hieß Ingeborg Katharina Hess. Agnes kam während einer großen Feuersbrunst in der Stadt zur Welt. Sie hatte drei ältere Schwestern und einen viel älteren Bruder, der Zoologe wurde. Die Jahre zwischen sechs und elf verbrachte sie in Meran/Tirol, die Mutter starb dort 1875. Bis dahin hatte sie keinen regelmäßigen Unterricht. Ab 1875 war sie in einer Internatsschule in Sunnfjord, Norwegen.

Sie hatte schon in Meran Zeichenunterricht, lernte dann Zeichnen und Malen bei Anders Monsen Askevold in Bergen, später an der Technischen Schule und nachher zwei Jahre in München, von wo aus sie mit ihrer Lehrerin Bertha Wegemann nach Kopenhagen ging.

Mit 24 Jahren kam sie nach Paris, wo sie 1888 ein Porträt ausstellen konnte, das mit "Mention honorable" belohnt wurde. Die gleiche Auszeichnung erhielt sie 1900 bei der Weltausstellung. Im Sommer war sie in Crécy-en-Brie.

Um 1901 kam sie mit der Theosophie in Berührung und wurde Mitglied der Theosophischen Gesellschaft. Sie traf aber Rudolf Steiner erst 1908.

Im Herbst 1902 war sie mit einer Schwester auf einer Sizilienreise.

Schon vor 1914 leitete sie eine anthroposophische Gruppe in Florenz.

1914 nahm sie an einem Wiener Kongreß teil, hörte Vorträge Rudolf Steiners und wurde nach Dornach eingeladen. Sie schnitzte im ersten Goetheanum mit und spielte Klavier zur Eurythmie.

Noch mit 100 Jahren war sie Leiterin einer kleinen anthroposophischen Gruppe in Bergen.




Literatur: Noreger, S.: Züge aus dem Leben einer hundertjährigen Künstlerin, in: N 1963, Nr. 5; Strand Petersen, O.: Der Malerin Agnes Steineger zum Gedenken, in: N 1965, Nr. 34.




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